Donnerstag, 28. Januar 2016

Zanzibar, Tanzania (14.01.16-22.02.16)

Hallo ihr Lieben! :)

Endlich wieder mal Zeit die Fotos von unserem Zanzibaraufenthalt raufzustellen und ein bisschen was zu schereiben :) Also, wir waren dann eigentlich über ne Woche auf Zanzibar obwohl zu Beginn nur 6 Tage geplant waren, aber ja, wir haben aus organisatorischen Gründen verlängert, damit wir nicht so lange am Festland irgendwo herumsitzen müssen ;)

Zu Zanzibar... echt eine interessante Insel, würde ich mal sagen ;) Obwohl wir am Anfang bzw. bei der Ankunft etwas unglücklich darüber waren, dass wir unser Hotel schon vorab gebucht hatten und nicht mehr stornieren konnten, war's dann aber nicht ganz so nervig wie gedacht. Alle anderen unserer Gruppe von der Campingsafari sind irgendwo im Westen und Norden geblieben und haben da übernachtet, wir waren im Osten und somit auf der anderen Seite der Insel und fast 2 Stunden Fahrt mit dem Roller entfernt. Na gut, im Endeffekt konnten wir dann eh nix mehr ändern und haben halt die Zeit in unserem Hotel genossen ;) Aber zuerst mal zum Tag der Ankunft ;)

Es war wieder mal um 3:45 Tagwache damit wir mit der Fähre um 7 fahren konnten und um 9 schon auf der Insel waren. Nachdem wir mal am Vormittag ein wenig rumgechillt haben und das ganze organisatorische geregelt hatten, gings dann am Nachmittag los mit unserer gebuchten Tour. Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt wie ne Muskatnuss wächst oder wie Pfeffer wächst? Wir hatten bis vor Kurzem keine Ahnung davon, jetzt wissen wir es aber ;) Das ganze haben wir auf unserer Spice Tour erfahren, denn auf Zanzibar werden ganz viele verschiedene Gewürze angebaut. Deswegen wird die Insel auch "Gewürzinsel" genannt. Eigentlich sind wir mit der Einstellung zur Spice Tour, dass wir uns halt ein paar Felder anschauen werden und ja, Felder haben wir keine gesehen, aber es war echt voll interessant zu sehen wie eben so bestimmte Gewürze wachsen und in Rohform aussehen :) Außerdem haben wir uns die nicht nur angesehen, sondern haben auch voll viel kosten und daran riechen dürfen :) Die bauen ganz viele Ananas, Mangos und Bananen hier an und die schmecken einfach alle unglaublich - das ist überhaupt nicht vergleichbar wenn du es bei uns zu Hause irgendwo kaufst - echt lecker. Auch Früchte, die es bei uns eigentlich gar nicht gibt waren da dabei :) War wirklich eine coole Erfahrung :) Nach der Spice Tour haben wir dann noch ne Stone Town Tour gemacht. Stone Town ist so quasi das Zentrum auf Zanzibar und die einzige Stadt. Auf Zanzibar wurde früher extremst viel mit Sklaven verhandelt und daher haben wir uns dazu auch einiges in Stone Town angeschaut. Unter anderem kann man noch in alte Sklavenkammern schauen, was aber irgendwie ein komisches Gefühl war. Unter der Erde, wahnsinnig kleine Räume in denen viel zu viele Menschen gehalten wurden auf engstem Raum, einfach unvorstellbar. Die meisten Menschen auf Zanzibar sind Muslime, deswegen sollten auch wir darauf achten dass wir nicht zu "freizügig" unterwegs waren und immer Schultern und Knie bedeckt hatten. Ansonsten waren die Leute dort ziemlich freundlich und auf der Straße wird man halt ständig von Verkäufern und Händlern angesprochen die einem unbedingt irgendwas verkaufen wollen. Naja, ansonsten gibt es zu Zanzibar/Stone Town noch wissenswertes dass der Sänger von Queen, Freddy Mercury auf Zanzibar geboren wurde, was wir bis vor Kurzem auch noch nicht wussten ;) Hier mal die Fotos von der Spice Tour und Stone Town :)

Muskatnuss

Die basteln ganz viel aus bestimmten Blättern, ich hab nen Frosch zum Umhängen bekommen, Andi ne Krawatte :)

Nelken

Kakaobohnen

 Stürck von der Rinde - Zimt

Ananas :)

Jackfruit - die gibts bei uns zu Hause nicht. Die Konsistenz ist ein wenig seltsam, schmeckt nach Banane und Ananas :)

Vanilleschoten


Der Guide hat uns auch ne Frucht gezeigt, die für die Lippenstiftherstellung verwendet wird - hab ich gleich mal ausprobiert ;)

Pfeffer

Damit spielen ua. afrikanische Kinder

Und am Schluss haben wir dann noch gebastelte Hüte bekommen ;)
 


Eindrücke - Stone Town
 

Freddy Mercury Haus


Nach der Tour sind wir dann mal in unser Hotel gefahren. Dort angekommen hat uns schon mal die nette deutsche Managerin erwartet um uns unter anderem auch mittzuteilen, dass sie Stromausfall ist. Ohne Strom kein Licht (es war schon fast dunkel als wir ankamen), natürlich kein Internet und auch kein Wasser - juhu! - nachdem man sich schon den ganzen Tag auf die Dusche freut ;) Während dem Abendessen ist dann aber zum Glück der Strom auch wieder zurück gekommen und wir konnten endlich mal unser Zimmer sehen. Ansonsten war das Hotel wirklich wunderschön, der Strand war auch wunderbar, das Meer fast. Man musste halt mal ewig weit gehen bis man bis zum Bauch im Wasser stand und es gab so unheimlich viel Seegras, damit hab ich leider nicht gerechnet. Leider gibts auch nur Seegras auf der Ostseite, im Norden bzw. im Westen nicht, dort sind halt dann die wirklich perfekten Strände. Der Stromausfall am ersten Tag war leider nicht der einzige, an anderen beiden Tagen gab es auch wieder für einige Stunden keinen Strom weil es geregnet hat. Strom lernt man in Tanzania generell zu schätzen, ich weiß nicht wie oft wir mittlerweile hier schon keinen Strom hatten. Naja, wir haben unseren Urlaub auf Zanzibar trotzdem genossen :)
Am zweiten Tag haben wir uns dann einen Roller ausgeliehen und haben die Insel erkundet :) War ganz witzig mit dem Roller durch die Gegend zu fahren, vor allem weil meistens die Kinder beim Vorbeifahren voll laut Jambo (Hallo in Swahili) schreien und voller Begeisterung winken :)

Am letzten Tag waren wir dann  noch auf Prison Island - einer Insel ganz in der Nähe von Stone Town. Eigentlich sollten wir da auch Schnorchen, leider war aber das Meer zu unruhig, deswegen waren wir nur auf der Insel. Auf der steht nicht wie der Name sagt ein Gefängnis, sondern dort wurden früher kranke Sklaven zur Quarantäne hingebracht. Das eigentlich interessante an der Insel sind aber die Riesenschildkröten, die sie dort halten. Diese Art stammt eigentlich von den Seychellen und war vom Aussterben bedroht, mittlerweile haben sie aber den Bestand wieder ganz schön aufgestockt. Die Schildkröten sind echt ziemlich riesig, faul und freuen sich wenn man ihnen was zum Essen vor die Nase hält :)

Hotel direkt am Strand :)

Hotelpool

Prison Island







Nach den wunderbaren Tagen auf Zanzibar gings dann am 22.1. wieder zurück nach Dar Es Salaam, wo wir dieses Mal allerdings auf uns allein gestellt waren...

Montag, 18. Januar 2016

Lunagwa National Park, Zambia (08.01.16) + Lake Malawi, Malawi (09.01.-12.01.)

Hallo,

nachdem wir also im Chobe mit unserem Game Drive fertig waren, sind wir dann weiter nach Zambia. Insgesamt waren wir ca. 4 Tage in Zambia, wobei wir glaube ich den Großteil der Zeit entweder im Truck oder im Zelt verbracht haben. Außer Landschaften und Natur haben wir nicht wirklich so viel gesehen, da wir immer ziemlich lange Fahrten hatten. Meistens mussten wir so gegen 5 Uhr aufstehen, Zelt abbauen, Frühstücken, und dann um 6 gings schon los - meist bis zum späteren Nachmittag. Am letzten Tag in Zambia waren wir allerdings im Luangwa National Park. Gecampt haben wir da im Croc Valley, und obwohl es ein Camp war, gab's keinen Zaun. Das heißt, es hätte sein können, dass zum Beispiel Hippos oder Elefanten bei den Zelten vorbei kommen, weil der Campingplatz auch gleich beim Fluss war. Ist aber nichts passiert und am nächsten Tag am Morgen hatten wir dann einen Game Drive im NP. Eigentlich ist der Großteil der Leute nurnoch auf der Suche nach einem Leoparden, die anderen Tiere sind auch ganz nett aber nicht so spektakulär wie Wildkatzen und vor allem Leoparden. Wir mussten uns für den Game Drive aufteilen, also die Gruppe, auf zwei Fahrzeuge, und natürlich es kam so wie es kommen musst - die anderen haben einen Leoparden gesehen - wir nicht. Wir haben eigentlich relativ wenig gesehen - war ziemlich unspektakulär, aber unser Fahrer war auch irgendwie ein bisschen seltsam und ist immer irgendwo anders hingefahren und so. Naja, war aber auch ganz nett zu sehen und vor allem ist es faszinierend wie sich die National Parks von der Landschaft her unterscheiden, keiner gleicht irgendwie auch nur annähernd einem anderen....

Sonnenaufgang :)


Kroko!




Da verstecken sich doch tatsächlich Hippos mitten im Grünen ;)


Unser Camp:


Von dort aus sind wir dann ins nächste Camp gefahren. das kurz vor der Grenze zu Malawi war. Am nächsten Morgen hieß es dann also wieder früh aufstehen, damit wir früh losfahren konnten. An der Grenze ging's zum Glück "relativ schnell" und wir mussten nur ca 1 1/2h Stunden warten... Was ganz witzig war, dass Andi und ich am Visum zu Australiern wurden ;) In Malawi sind wir dann weiter zu unserem Camp am Lake Malawi in dem wir dann für 2 Nächte waren. War ganz nett mal, das Zelt am morgen nicht zusammenpacken zu müssen ;)
Am zweiten Tag beim Lake Malawi haben wir dann eine Dorftour gemacht, und ja, spätestens jetzt waren wir im tiefsten Afrika angelangt, so wie man es sich vorstellt, oder auch so wie man es sich nicht vorstellen kann... Zuerst einmal sind wir mit unserer Gruppe aus dem Camp raus und sozusagen hinter dem Eingangstor haben schon Horden an Verkäufern auf uns gewartet, um auf uns einzureden und uns irgendwas zu verkaufen. War ein bisschen anstrengend, vor allem weil sie einfach nicht locker lassen. Nach den Verkäufern sind dann Kinder zu uns gekommen, die sich natürlich voll über Fotos und so gefreut haben und für die anscheinend Touristen was ganz was interessantes sind :) War jedenfalls witzig ein bisschen mit den Kids zu reden und denen eine Freude zu bereiten. Sind dann jedenfalls ins nächste Dorf gegangen und haben kurz beim Dorfarzt vorbeigeschaut. Das war auch recht spannend, weil der macht das eigentlich ganz alleine, behandelt eigentlich fast alles, außer wenns wirklich nicht geht und ne größere Operation oder so ist, dann wird der Patient ins nächste Spital gebracht aber ansonsten ist der Arzt dort ein Allrounder. Und, er arbeitet jeden Tag, rund um die Uhr und bringt dabei Kinder auf die Welt und behandelt auch alte Leute - also alles. Ist halt schon ein bisschen anders als bei uns. Aja, Rettung oder sowas gibt's natürlich nicht, man muss halt dann schauen wie man dorthin kommt... Medikamente gegen Aids und Malaria sind zu wenige vorhanden weil die Regierung nicht genug Geld hat. Deswegen wird genau überlegt wer solche Medikamente bekommt. vorrangig Schwangere und Kinder, es gibt aber trotzdem noch zu viele Kinderr, die an Malaria sterben, weil sie nicht behandelt werden können... Ist schon schlimm wenn man das so hört...

Eindrücke in Malawi


Truck bleibt stehen - Verkäuferinnen stehen schon bereit!


Lake Malawi










Nach dem Arzt waren wir dann in der Schule, das war halt auch wieder ganz was anderes. Spannend, weil bei uns ja ewig lange über die Klassengröße gestritten wurde - vor allem in der Volksschule - hier sind gerade mal 200 Schüler/innen in der ersten Klasse, die von einem! Lehrer unterrichtet werden. Mir ist es immer noch ein Rätsel wie das auch nur irgendwie funktionieren kann aber anscheinend funktionierts zumindest. Ich hätte echt gerne bei einer Schulstunde zugesehen, aber leider waren wir an einem Sonntag da. Es waren allerdings trotzdem ein paar Kinder da,die dann was für uns gesungen haben :) Ja, war halt mal ein anderer Einblick in einem Dorf in Afrika.

Der Lehrer, der 200 Schüler unter Kontrolle hat ;)


Am Nachmittag haben wir ne Bootstour gemacht und sind auf so ne kleine Insel rausgefahren um dort zu fischen. Schon alleine die Bootsfahrt war recht witzig, wobei die Rückfahrt überhaupt das Highlight war. Weil wir so viele Leute am Boot waren und das Boot auch nicht mehr in seiner besten Verfassung war mussten die nebenbei Wasser aus dem Boot schöpfen, während wir halt zurückgefahren sind. Naja jedenfalls davor haben wir alle Angelruten bekommen - also "oldschool" Angelruten - nen Stock mit ner durchsichtigen Schnur dran und nem Haken. Haben dann also versucht Fische zu fangen, Andi war auch ein bisschen erfolgreich und hat zwei Minifische herausgezogen - ich war... naja... weniger erfolgreich. Mein Erfolg war, dass ich nach ca. einer Stunde die Angelrute an nen einheimischen Jungen verloren hatte, der am Anfang so nett war und die komischen lebenden Termiten auf den Haken getan hat, der mir aber anscheinend nach ner Zeit nicht mehr zusehen konnte und mir ständig die Angel wegnahm. Naja, war trotzdem recht lustig :)







 Eine Nacht waren wir dann noch in einem anderen Camp am See, aber da war nicht wirklich viel los außer dass die Jungs wieder mal Fußball gespielt haben ;) Von Malawi sind wir dann weiter in den Süden Tanzanias. Und weil wir so eine lange Route vor uns hatten (ca. 12 Stunden Busfahrt) mussten wir schon um 5 losfahren, weshalb der Wecker um 3:45 geläutet hat :( Und um dieselbe Uhrzeit mussten wir auch an den nächsten beiden Tagen aufstehen... Aber dafür waren wir immerhin schon um 9 Uhr vormittags auf Zanzibar :) Mehr zu Zanzibar im nächsten Eintrag ;)





Festland Tanzania