Donnerstag, 17. Dezember 2015

Botswana, Okavango Delta (13.12.-15.12)



Hallo,

hier sind wir wieder :) 1.500 gefahrene km und zahlreiche Erlebnisse später ist endlich wieder Zeit um euch zu berichten… Angekommen in Namibia waren wir die ersten beiden Tage in Windhoek wie schon geschrieben relativ unspektakulär.

Am 11.12. haben wir uns dann in Windhoek unser Auto und Zuhause für die nächsten 2 ½ Wochen abgeholt. Wir haben nämlich ein Auto mit Dachzelt in dem wir schlafen werden. Wir waren uns bis einen Tag vor der Abfahrt von Windhoek nicht sicher wohin wir jetzt eigentlich fahren sollten –  vor allem die Frage – Okavango Delta ja oder nein – sorgte für einige ratlose Stunden. Nachdem wir aber nach zahlreichen Stunden des Recherchierens doch ne Tour gefunden hatten, die leistbar ist – ins Delta darf man nämlich nur mit einer Tour rein – haben wir uns dann doch entschlossen die ewig lange Fahrt dahin in Kauf zu nehmen und ne Tour ins Okavango Delta zu machen.

Unser Zuhause:

Also sind wir am 11.12 nach Botswana, Ghanzi aufgebrochen wo wir unsere erste Nacht verbracht haben. Der Grenzübertritt war einfach und auch ansonsten war die Fahrt dorthin ganz ok. Man fährt halt ewig lange gerade aus, man kommt durch fast keine Dörfer/Städte und auch Autos begegnen einem nur wenig. Die erste Nacht im Dachzelt war ganz ok aber noch gewöhnungsbedürftig ;) Am nächsten Tag sind wir dann weiter in Richtung Maun gefahren, was auch als „Eingang“ zum Okavango Delta bekannt ist. Dort haben wir dann noch ne Nacht im Hostel verbracht, bei dem wir auch die Tour ins Delta gebucht hatten. Witzigerweise haben wir dann ein paar von meinen französischen Studienkollegen getroffen, mit denen ich im Auslandssemester studiert hab – wie klein die Welt doch ist ;)

Unsere Okavango Delta Tour haben wir fullly catered gebucht, auch wenns im Vergleich zum self catered sau teuer war, aber wir hatten kein eigenes Zelt zum Mitnehmen und Essen+Wasser für 3 Tage mitschleppen und dann auch für 3 Personen (weil man für den Guide auch was mitnehmen sollte) war uns dann zu mühsam, weil man hat nix zum kühlen, man hat nix zum kochen (außer man schleppt holz oder nen gaskocher mit) - man ist da einfach in der wildniss. also haben wir uns für das fullly catered entschlossen, wo quasi Zelt dabei ist und auch das ganze Essen und so.So weit so gut, also sind wir dann vom Hostel zum Deltaeingang gebracht worden, wo die Reise dann mit einem Mokoro (so heißen die Boote dort) weiterging. Ab der Abfahrt mit dem Boot, in dem man zu zweit fährt inklusive dem Tourguide, waren wir dann nur noch mit dem Tourguide unterwegs. Der lenkt das Mokoro übrigens mit einem langen Holzstab, was irgendwie witzig aussieht. Sind dann in der Hitze ewig lange – ca. 1 ½ h mit dem Boot gefahren – was einem in der Hitze wirklich lange vorkommt – und haben dann bei unserem Camp angelegt. Ja, also Andi und ich hatten eigentlich damit gerechnet dass wir das „inkludierte“ Zelt selbst aufbauen müssen und auch das Essen gemeinsam mit dem Guide gekocht wird, und dass das halt alles nur zur Verfügung gestellt wird und schon dort ist, aber, als wir dann zum Camp rauf sind hat da unser Koch auf uns gewartet inklusive zwei anderen Schwarzen, die quasi für das Camp zuständig waren – und das ganze nur für uns. Andi und ich waren mal ein wenig geschockt, erstens hatten wir überhaupt nicht mit sowas gerechnet und zweitens war es wieder mal so klischeehaft „die weißen die sich die teure Tour leisten und von den schwarzen bedient werden“. Haben uns zu Beginn überhaupt nicht wohl gefühlt und es war beim Essen irgendwie voll seltsam. Sind mit dem Tourguide am Tisch gesessen und haben gegessen und die anderen waren halt irgendwo um uns herum. Naja, nach dem komischen Essen haben wir mal Siesta gehalten – bis 17 Uhr, weils echt mega heiß war – und dann sind wir zu einem ersten Walk im Delta aufgebrochen. Durch das viele Wasser gibt es auch oft verschieden große Inseln auf denen gecampt wird oder die halt zu Fuß erkundet werden – immer mit Guide. Wir waren am ersten Tag auf der Insel unterwegs auf der wir gecampt haben. Haben da auch ein paar Zebras, Wildbeasts und ein paar andere Tiere gesehen, vor allem Vögel. Ich muss sagen, nach dem ersten Tag war ich eher enttäuscht vom Delta – alle anderen hatten so davon geschwärmt und mich hat es irgendwie so gar nicht umgehauen. Naja, am Abend gab’s dann wieder gekochtes Essen, wobei dieses Mal die Stimmung schon etwas besser war und wir gemeinsam am Tisch gesessen sind und gegessen haben – der Koch war auch eindeutig redefreudiger und motivierter als unser Guide – aber der Guide war sowieso eine Sache für sich. Ich habe selten einen so unmotivierten Menschen getroffen – also man hat einfach gemerkt, dass der Guide 0 Bock – aber auch wirklich 0 Bock darauf hat. Hier mal Fotos vom ersten Tag:

 Mokoro und Fahrer



Unser Camp

Elefantenkopf



Traumhafter afrikanischer Sonnenunterang


Erste Nacht im Zelt war dann auch ganz gut und um 5:30 war Tagwache angesagt. Sind dann von 6:00-10:00 auf der Hauptinsel herumgewandert und haben Tiere beobachtet. War ziemlich cool und auch ganz interessant die Tiere so zu sehen :) Dann gab’s wieder Pause bis 17 Uhr und dann sind wir zu einem Sunset-Mokoro Trip aufgebrochen. War echt voll schön :) Am nächsten Tag dann wieder frühmorgens Tagwache um wieder ne Wanderung auf der Hauptinsel zu machen. Und dann gings gegen Mittag auch schon wieder zurück. Ja, und dann begann der naja, sagen wir mal so – nervige Teil der Reise. Waren um halb 2 zurück bei der Bootsanlegestelle und haben mal bis 2 gewartet. Eigentlich hätten die uns vom Hostel um halb 2 abholen sollen. Mit uns haben auch noch ein paar andere gewartet. Ja und irgendwann kam dann die Info von unserem Tourguide dass das Hostel beschlossen hat noch auf andere Rückkehrer aus dem Delta zu warten und deswegen erst um 4 kommt. Normalerweise hätt ich’s nicht so schlimm gefunden – aber wir haben echt meiner Meinung nach ziemlich viel Geld für die 3 Tage ausgegeben – in Ö wär sich ein schöner 3 Tages Thermenurlaub ausgegangen – und von dem her, hab ich überhaupt nicht eingesehen wieso ich jetzt eine gefühlte Ewigkeit in der Hitze sitzen und warten soll. Unsere letzten Pula – die eigentlich als Trinkgeld gedacht waren, haben wir dann für Getränke ausgegeben weil wir kein Wasser mehr hatten- natürlich haben wir unsere Crew auch auf was zum Trinken eingeladen. Die wollten danach aber trotzdem noch Trinkgeld sehen und wir hatten leider nur mehr Namibische Dollar eingesteckt – also haben wir ihnen solche gegeben – gar nicht so wenig – meiner Meinung nach. Der Tourguide war daraufhin trotzdem ziemlich sauer und hat das Geld genommen, sich umgedreht und ist gegangen ohne Danke zu sagen. Habe ich eigentlich auch voll unhöflich gefunden, weil er soll froh sein dass er irgendwas bekommen hat und dann nicht mal Danke sagen ist halt auch so ne Sache. Naja, im Endeffekt ist das Auto vom Hostel dann um halb 5 aufgekreuzt – natürlich ist keiner mehr gekommen vom Delta – und es sind dann wir und die anderen, die auch schon so ewig gewartet haben zurück gefahren. Ich glaub um 6 waren wir dann endlich im Hostel, und natürlich war das dann schon zu spät um noch in die Stadt zu fahren und Essen zu kaufen. Ich war wegen dem ganzen schon ziemlich sauer und war fest entschlossen mich beim Manager zu beschweren – Andi ist die ganze Zeit nur ziemlich seelenruhig neben mir gesessen und hat gemeint er überlässt das mir. Naja, nachdem wir dann im Hostel angekommen sind und uns der Manager gleich mal gefragt hat wie die Tour war, hab ich gleich mal erzählt dass wir warten mussten und so weiter. Jedenfalls war der dann eh voll verständlich – ich muss dazu sagen ich war finde ich ganz nett beim Beschweren – und wir haben dann Abendessen aufs Haus bekommen (das war auch ursprünglich mein Plan weil sich einkaufen nicht mehr ausgegangen wäre). Also war dann im Endeffekt eh alles ganz ok. Rückblickend war das Delta auch ziemlich schön, zwar nicht ganz so wie ich es mir erwartet habe – aber trotzdem auf jeden Fall sehenswert!





Hippos







Donnerstag, 10. Dezember 2015

Sani Pass & Lesotho (03.12-05.12) + Amphitheatre (07.12) + Johannesburg (08.12)

Hallo,

so endlich mal wieder Zeit um meinen Blog weiter zu schreiben. Es gibt ja schon wieder einiges zu berichten. Sind seit gestern schon in Namibia, Windhoek und eigentlich wollten wir uns heute ein bisschen die Stadt anschauen, aber es regnet seit gestern - durchgehend. Ist halt witzig, weil eigentlich heißt es immer es ist so trocken in Namibia, es regnet da fast nie, alles ist ne Wüste - aber hauptsache seid gestern Regen! Aber, und das haben wir gestern oft gehört, man darf sich hier nicht über den Regen beschweren - weil die mittlerweile echt schon lange drauf gewartet haben. Na gut, also sehe ich jetzt mal das positive daran - ich hab wenigstens Zeit um meinen Blog zu schreiben :) Also, was bisher geschah...

Der letzte Blogeintrag war ja aus Coffee Bay - an der Ostküste Südafrikas. War irgendwo in der Pampa und ja, so ziemlich in einer anderen Welt - so wie man sich auch eher das klassische Afrika oft vorstellt. Eigentlich wollten wir dann am nächsten Morgen noch ein wenig am Strand spazieren gehen, damit wir zumindest ein bisschen was von Coffee Bay gesehen haben - aber ja, nachdem es in der Früh schon voll geschüttet hat, haben wir dann beschlossen wir fahren gleich - vor allem weil teilweise die Straßen auch nicht asphaltiert waren und ja, man muss es ja nicht unbedingt herausfordern. Fazit zu Coffee Bay - war ein bisschen ein Flop und unnötig dass wir da hingefahren sind - aber gehört auch dazu!

Nachdem die Distanzen zwischen den Städten/Dörfern an der Ostküste ziemlich lange sind (ua. auch wegen der schlechten Straßen) haben wir uns nach langem hin und her überlegen dazu entschlossen, dass wir einen Teil unserer Reise nach vor ziehen und von Coffee Bay gleich in die Sani Lodge fahren - die eher im Landesinneren ist - und die auch ziemlich nah an Lesotho ist. Die Tour nach Lesotho und den Sani Pass rauf wollt ich nämlich unbedingt machen, weil ich von der bis jetzt auch nur gutes gehört hatte. Auf dem Weg dahin sind wir noch beim Nelson Mandela Museum stehen geblieben und konnten einen Blick auf Nelson Mandelas Haus werfen - aus der Ferne - aber immerhin. Ein paar Eindrücke aus der Gegend, wobei teilweise die Dörfer hier wirklich harmlos aussehen im Vergleich zu denen, die wir unter anderem auch gesehen haben.


In dieser Gegend ist  Nelson Mandela aufgewachsen und hat dort auch seine letzten Jahre verbracht.




Danach sind wir dann los in Richtung Sani Lodge und sind dann dort auch nach einer 5-stündigen Fahrt gut angekommen. In der Unterkunft haben wir auch die ersten Österreicher auf unserer Reise getroffen. Nachdem wir in jedem Hostel - und wirklich in jedem! - Deutsche getroffen haben - sorry an meine deutschen Freunde ;) - war's ganz nett mal wieder Österreicher zu treffen :) und weil die Welt sowieso ein Dorf ist, hab ich eine davon schon mal ganz kurz in Stellenbosch kennengelernt. Also sind wir am Abend dann gemütlich mit unseren neuen steirer Freunden zusammengesessen und haben ausführlich die Welt besprochen ;)

Am nächsten Tag haben wir dann vom Hostel aus ne organisierte Tour nach Lesotho gemacht - zusammen mit 5 anderen - inklusive den 3 Österreichern. Sind also vom Tourguide beim Hostel abgeholt worden - der so um die 60 war und das spaßhalber noch macht weil er echt so ne Freude dran hatte - und dann mit nem alten 4x4 aufgebrochen. Nach Lesotho über den Sani Pass kommt man nämlich nur mit nem 4x4 weil die Straße  1. extremst kurvig ist und 2. nichts asphaltiert ist und ziemlich viel uneben ist. Und als wir dann ins Auto eingestiegen sind waren wir uns alle nicht so sicher ob wir mit dem Auto wirklich die fast 3000 Höhenmeter nach Lesotho hoch kommen - es war voll alt und wenn man die Tür zuhaute hat sich's so angehört als würde das Auto jeden Moment auseinander fallen. Aber, wir habens geschafft und sind mit dem Auto hochgekommen ;) Zwischendurch sind wir immer wieder mal entlang des Sani Pass' stehen geblieben und haben die Aussicht bewundert - einfach unfassbar schön!  Wir waren da übrigens generell in den Drakensbergen unterwegs :) Wir und der Tourguide hatten ziemlich viel Spaß, weil natürlich ständig irgendwelche blöden Schmähs gelaufen sind und ja, es war wirklich ziemlich lustig :) Hier mal die Fotos vom Sani Pass:

Sani Pass von der Ferne

Unser Auto :)


Oben am Sani Pass - hier sieht man ganz deutlich die kurvige Straße, die wir raufgefahren sind

 Höchstes Pub in Afrika

Oben im Königreich Lesotho angekommen fühlt man sich gleich um einige hundert Jahre zurückversetzt. Also das ist nochmal ne andere Welt dort. Die Leute haben teilweise einfach überhaupt nichts, 10jährige Kinder müssen oft Monate alleine leben und Schafe hüten und ja, es ist einfach komplett anders. Die Leute von Lesotho tragen oft anstatt einer Jacke Decken - wie man auf dem nächsten Foto sehen kann:



Ein Dorf in Lesotho

Mit Schafwolle machen sie gutes Geschäft da - wir waren auch in so ner Hütte wo die Schafe geschert haben.




Am Nachmittag waren wir dann bei einer Einheimischen zu Besuch in ihrer Hütte und die hat uns dann ein wenig über ihr Leben erzählt. Also die wohnen in so Lehmhütten - ohne Strom und Wasser und heizen ihr Haus in dem sie draußen Feuer machen und die Kohlen dann halt ins Haus nehmen und dort verbreitet sich halt die Hitze über den Boden. Wenn die Tür zu ist, ist es natürlich auch stockfinster in der Hütte. Wir durften dann auch selbstgebackenes Brot und ein typisches Getränk probieren und ja, das Brot war ganz gut, aber das komische Getränk war soooo sauer, mir hat der eine Schluck zum Probieren vollkommen gereicht. 

Danach sind wir dann nochmal zum highest Pub gefahren und haben uns diesmal auch  die Zeit genommen um dort was zu trinken. Und danach sind wir den ganzen Weg natürlich wieder runter gefahren :) War wirklich ein schöner Tag :)






Am nächsten Tag waren wir noch ein bisschen Wandern in der Gegend :)




Am nächsten Tag sind wir dann rauf in Richtung Norden in das Amphitheatre Backpackers. Weils an dem Tag ziemlich heiß war, haben wir den Nachmittag dann am Pool verbracht und waren ziemlich faul. Am Abend haben wir dann zwei bekannte Gesichter getroffen - 2 deutsche Mädls die auch schon in einem anderen Hostel waren. Mit denen waren wir dann auch am nächsten Tag im Royal Natal National Park unterwegs und sind zur Wanderung zum so genannten Amphitheatre - einer unvorstellbar großen Stein"wand" aufgebrochen. Da es aber ziemlich heiß war sind wir nur so lange gewandert bis wir einen ersten Blick aufs Amphitheatre werfen konnten und sind dann wieder umgedreht. Hätten wir näher ran wollen, wären wir noch 2 Stunden in der Hitze gewandert und das hat dann niemanden gefreut. War ziemlich schön im National Park :) Danach haben wir die Mädls zurück ins Hostel gebracht und sind in Richtung Johannesburg aufgebrochen.



In Johannesburg haben wir dann die Stadt mit einem CitySightseeing Bus erkundet weil wir nur nen Tag Zeit hatten und trotzdem ein bisschen was von der Stadt sehen wollten. Naja, Joburg reizt mich immer noch nicht wirklich - irgendwie überzeugt mich die Stadt generell nicht so. Andi hatte das gleiche Gefühl. Jedenfalls waren wir dann am Nachmittag noch im Apartheidmuseum, was wieder sehr interessant war. Auch das Hostel hier in Joburg war ziemlich gemütlich und voll familiär :) War ganz nett. Am Mittwoch sind wir dann von Joburg nach Namibia geflogen. 

Joburg







Mittwoch, 2. Dezember 2015

Oudtshoorn, Knysna, Wilderness, Monkeyland (29.11) + Bloukrans Bridge (30.11) + Tsitsikamma NP (01.12)

Hallo,

da sind wir wieder :) Im Moment sind wir an der Ostküste in Coffee Bay - irgendwo in der Pampa. Ist hier schon ein ganz anderes Südafrika im Vergleich zur Südküste. Hier trifft man nur noch auf ganz wenige Weiße, die Dörfer sehen auch ganz anders aus, die Straßen sind der Wahnsinn (im negativen Sinn) - entweder hunderte an Schlaglöcher oder Ziegen/Kühe/Esel die die Straße blockieren und man braucht ne halbe Ewigkeit bis man von A nach B kommt. Naja, morgen gehts dann weiter rauf in den Norden in Richtung Drakensberge. Was hat sich also in den letzten paar Tagen so getan...

Wir sind dann nach dem De Hoop National Park weiter nach Mossel Bay gefahren. Dort haben wir die Nacht verbracht und am nächsten Tag waren wir noch ein wenig am Strand spazieren - ja, war nicht sonderlich aufregend dort. Deswegen sind wir gegen Mittag ein Stück ins Landesinnere, nach Oudtshoorn, gefahren. Das Hostel war ganz nett dort, der Eigentümer ein bisschen verwirrt und ziemlich naja, sagen wir mal so, redebedürftig. Nachdem er nach ner Weile dann neue Opfer, also neue Gäste, gefunden hatte, haben wir uns auf den Weg in Richtung Wasserfall gemacht. Ja, war wohl eher ein Flop, bis wir dort waren war das Gate schon zu. Naja, kann man nix machen - mit dem Straußenreiten ist es leider auch nix geworden, da es über 30° hatte und das zu heiß fürs Straußenreiten ist. Oudtshoorn ist nämlich die Straußenmetropole weltweit, ich glaub 90% aller Strauße leben dort. Leider haben wir vor lauter Straußenfarme ganz auf ein Foto mit den Tierchen vergessen. Dafür haben wir am nächsten Morgen ganz andere nette Tiere zu Gesicht bekommen. Zuerst mal war um 4:30 Tagwache, denn die Meerkats (Erdmännchen) kann man morgens am besten beobachten weil man sie ansonsten nur schwer zu Gesicht bekommt. Also haben wir uns um 5:15 mit ca. 15 anderen Frühaufstehern getroffen um ne so genannte Meerkatstour zu machen. Sind dann also mit nem Guide in ne bestimmte Gegend gefahren und haben uns rund um den Erdmännchenbau (in dem sie die Nacht verbracht haben) hingesetzt und gewartet bis die kleinen Tierchen aufwachen und aus ihrem Bau herauskommen. War ganz witzig bei Sonnenaufgang irgendwo in der Pampa zu sitzen und zu warten wann die endlich erscheinen. Hat zum Glück auch nicht so lang gedauert und ja, was soll ich sagen, das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt - das hat übrigens auch Andi gesagt und der ist der größte Morgenmuffel, den ich kenne ;) . War mega witzig die Erdmännchen in der freien Wildbahn zu beobachten - vor allem weil sich die so lustig bewegen. Zuerst kommt mal ein Erdmännchen aus dem Bau heraus und checkt die Lage, und nach und nach kommen dann die anderen raus um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Das schaut dann ca. so aus:

das erste Erdmännchen checkt mal die Lage:

ein zweites Erdmännchen wagt sich heraus

und bald darauf war schon die ganze Familie da


Nachdem die Tour dann zu Ende war sind wir dann erstmal Frühstücken gegangen und dann zurück an die Küste nach Wilderness gefahren. Dort haben wir nen kleinen Strandspaziergang gemacht und sind dann weiter nach Knysna zum Mittagessen gefahren.




Knysna

Und weil wir an dem Tag so fleißig waren sind wir erstmal weiter ins Hostel und danach waren wir noch im Monkeyland. Das ist ein riesiges abgesperrtes Gebiet wo viele verschiedene Affenarten leben, die man quasi in der freien Wildbahn beobachten kann. Die sind zwar in einem eingegrenzten Bereich, aber der ist so riesig, dass sie darin mehr oder weniger wie in freier Wildbahn leben können.



Affe lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen



Am Abend sind wir dann erstmal total erledigt ins Bett gefallen - im Zelt. Es gibt hier nämlich bei voll vielen Hostels Zelte, die man mieten kann und die aber so groß sind, dass ein Doppelbett drinnen steht. Schaut dann in etwa so aus:
Ist ziemlich cool so zu schlafen :)

Am Montag, den 30.11, waren wir dann ein wenig auf der Bloukrans Bridge - Bungee Jumpen :) Hatte natürlich mega Angst davor und als wir dann auf der Brücke waren, hab ich mich echt kurz gefragt wieso man sowas eigentlich freiwillig macht. Naja, wenn man dann vorne steht und noch mit den Mitarbeitern redet die das Seil und so festmachen, lassen die einem eh nicht mehr viel Zeit zum Nachdenken. Da wird dann schnell runtergezählt und dann springt man schon :) Andi ist dann natürlich auch gesprungen :) Ich weiß nicht ob ich's nochmal mach - aber es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert :)

hab genau gschaut, ob der das eh gscheit macht ;)


im Hintergrund die Brücke von der wir gesprungen sind :)

Nach dem Bungee Jumpen haben wir dann nicht mehr wahnsinnig viel gemacht. Mussten unser Auto umtauschen weil wir nen Sprung in der Scheibe hatten und dann sind wir ins nächste Hostel und haben am Pool gechillt. Am nächsten Tag sind wir dann in den Tsitsikamma National Park und haben eine Kajaktour in die Flussmündung des Strom River unternommen. Einen Teil der Strecke legt man dann auch mit einem so genannten Lilo zurück - ist einfach eine extremst feste und stabile Luftmatratze und auf der paddelt man dann halt auch durch die engen Stellen. Hab leider meine Kamera im Auto vergessen, deswegen gibts leider keine Fotos :( War aber ziemlich witzig der ganze Ausflug, weil wir sind auf den Lilos  nicht nur gepaddelt sondern haben auch andere Sachen gemacht :) Zuerst war mal die Challenge wer 15 Sekunden draufstehen kann und wenns einer aus der Gruppe schafft macht der Guide nen Kopfstand am Lilo. Haben wir dann also zu Gesicht bekommen, wie er den Kopfstand macht ;) Und nachher gabs noch einen Lilorun :) Wer über mehr Lilomatratzen laufen kann gewinnt ;) War echt lustig :) Nach der Tour waren wir noch ein wenig im National Park unterwegs und haben uns auch die bekannten Hängebrücken dort angsehen.

Hier sind wir mit den Kajaks rein. Das Wasser schaut übrigens nicht nur auf dem Foto so dunkel aus, das ist auch in echt fast schwarz. Kommt vom Tanin, das wenn ich es mir richtig gemerkt habe, durch die vielen  Blätter und die Erde die in die Mündung gespült werden und daher ist das Wasser so dunkel dort ;)


Am Abend sind wir dann weiter nach East London gefahren. Haben auf ner Farm übernachtet, die halt auch Zimmer anbieten und ja, gestern war dort auch ne Weihnachtsfeier. Ist irgendwie seltsam ne Weihnachtsfeier zu sehen wenn es so warm ist und es sich so ca. gar nicht nach Dezember und Weihnachten anfühlt. Ja, jedenfalls war die Farm ziemlich cool, beim Frühstücken sind wir dann draußen auf der Terasse gesessen und konnten Zebras beobachten :) Waren dann noch am Strand spazieren und sind dann weiter nach Coffee Bay gefahren - wo wir heute übernachten :) Heute war also ein sehr unspektakulärer Tag :) Mal schauen was sich in den nächsten Tagen noch so tut :)